Hab noch ein paar mehr Nachtfotos gemacht und außerdem hab ich gerade endlich die unterirdischen Einkaufsmeilen entdeckt. Was ich nicht verstehe, dass, wo ich auch geschaut habe, Schals ab 30$ aufwärts kosten, hier ist anscheinend die Nachfrage zu groß und das Angebot zu klein.
Donnerstag 29 September – Rita Ausläufer
Die Ausläufer des Wirbelsturms Rita haben Toronto erreicht. Nachts hat es geregnet und morgens war der Wind so stark dass ich glatt vom Bordstein gefegt wurde. Und kalt ist es auch geworden. Also muss ich bald einen Schal und Handschuhe kaufen.
Hier ist ein interessanter Photoblog von einem Fotografen der in Toronto wohnt. Ich liebe diese Bilder (von Toronto)!
Im Archiv davon sind sogar Bilder vom zugefrorenen Lake Ontario!!!!!!!!!!!! (siehe Februar/März 2005). Unbedingt anschauen!
Hab heute ein paar Fotos aus der Umgebung (Kreuzung Dufferin und Bloor) gemacht, als ich bei no frills meine Vorräte aufgefüllt habe.

>hier sind die anderen Bilder<
Sonntag 25. September – Fahrradtour
Nachdem es mittags endlich aufgehört hat zu regnen, konnte ich doch noch eine Fahrradtour machen. Zuerst zum Mountain Equipment Co-op (das Sonntags auf hat in der King Street West) und mir da eine neue Tasche Nap-Sack (Nur über eine Schulter, also kein Back-Pack) gekauft und Fahrradlichter, da ich mit meiner Tasche zu schwere Sachen transportiert hab (ich sag nur einkaufen) und darum die Träger abgekracht sind. Dann zum Hafen (Port of Toronto) und zum Cherry Beach Park. Dann den Don River Recreation Trail hoch und später die Dupont Street zurück nach Westen. >Fotos<
Samstag 24. September - Familientreffen
Nun hab ich endlich ALLE Familienmitglieder kennengelernt. Nach einem Monat in Kanada. Anlässlich der Ankunft von Birgitt, Eckhart´s Schwester, haben sich allen zu einem Willkommensgrillen versammelt. Ich war mit am Flughafen um Birgitt abzuholen, da sie am Eingang wartete und wir mit dem Auto vorfuhren, sollte ich schnell zu Ihr rennen und sie zum Auto geleiten. Natürlich bin ich prompt auf die falsche Frau zugegangen, die mich nur entgeistert angeschaut hat…naja..zu peinlich das Ganze. Woher soll ich auch wissen wie Birgitt aussieht! Auf jeden Fall war der abend dann noch ganz nett, da ich Schockoladennachschub, ein wichtiges Teil für mein Stativ und die vergessenen Reiseführer mitgebracht bekommen habe. Schließlich hab ich noch die kostenlosen Austellungskarten/Straßenatlanten von MapArt verteilt, da ich ganz viele davon bekommen habe und nichts damit anfangen kann.
Morgens war ich in der Stadt und hab ein paar nette Hochhausfotos geknippst.
Von ehemals 6 Leuten in der GIS-Gruppe sind bei MapMedia nur noch 2 übrig geblieben: Elvana und ich und zu allem Überfluß hat der GIS-Manager Martin jetzt endlich einen Job in Ottawa bei seiner Familie gefunden (bei PC Geomatics - gute Firma!) und hat seinen letzten Tag am Dienstag. Heute gab es gesponsorte Pizza zu seiner Verabschiedung und Kerry, auch aus der GIS-Gruppe wird nach Thanksgiving woanders arbeiten. Naja aber die Firma will jetzt 4 Leute und einen neuen GIS-Manager einstellen, das wird heiter, dann darf ich denen allen beibringen was sie tun müssen, den Elvana wird wohl solange die GIS-Managerin sein. Mal sehen was das gibt. Jeden ersten Mittwoch im Monat gibt es außerdem von der Firma bezahltes, bestelltes Chicken-Essen: das ist der Happy Chicken Wednesday.
Nachdem ich lange ausgeschlafen hatte war ich erst mal shoppen (die meisten Läden haben hier nämlich sonntags auf!!!). Dann bin ich mit dem Fahrrad wieder mal zum Seeufer gefahren. Allerdings musste ich feststellen, dass an der Humberbridge alles abgesperrt war, da da mal wieder jemand erschossen wurde. Konnte aber nichts sehen, obwohl ich reichlich den Hals gestreckt hab: die Polizei hatte gut abgesperrt. Am Abend wurde ich dann von Bernie und Zack mit dem Auto abgeholt, denn ich war fürs Abendessen bei Rebecca und ihrer Familie eingeladen. Mann war das Essen lecker, nach so langer Pasta-und Brot-Diät (ich habe hier einfach keine große Motivation was zu kochen, der Gasherd macht die Töpfe so heiß dass man sich andauernd die Finger verbrennt). Schließlich hab ich noch ein privates Rock-Konzert bekommen: Catherine an der E-Gitarre, Bernie am Bass und Zack an den Drums. Kevin hätte am liebsten auch mitgespielt aber da muss er noch ein bisschen älter werden. Bernie hat mir versucht beizubringen die E-Gitarre zu spielen, aber ich bin ein hoffnungsloser Fall.
Auf der Rückfahrt hab ich eine excluive Hochhaus-Lichter-Nacht-Fahrt auf dem Gardiner Expressway bekommen. Schöne Aussichten sag ich da nur.
Art-Crawl Festival on Queens Street West. Das ist ein Kunstfestival bei dem entlang der Queens Street West Alle Galerien geöffnet haben und die Künstler ihre Studios, die teilweise gleichzeitig ihre Wohnungen sind. Mit Matthias als Stadtführer (was würd ich nur ohne Matthias machen, ich wär hoffnungslos verloren!) und auf den Fahrrädern durch die Stadt gefahren und bei ein paar Künstlern, die in interressanten Lofts hausen reingeschaut. Dabei auch einmal quer mit dem Fahrrad durch die Innenstadt (wo ist das Goethe-Institut? - jetzt weiß ich´s) zwischen den Hochhäusern durch. Später in der Nacht war ich mit Robin und Matthias noch auf den letzten Ausklängen eines Straßenfests einer (alternativen) Künstler Kummune (keine Ahnung ob man das auf deutsch so bezeichnet). Um Mitternacht hab ich mich dann auf den Weg zurück mit dem Rad entlang der Bloor-Street (noch einmal Innenstadt nur weiter nördlich) gemacht. Man mag es nicht glauben aber es war der reinste Verkehrsstau: Alle wollen in die Innenstadt und an den Kreuzungen staut es sich zurück bis nix mehr geht.
Heute hab ich gleich mal eine ganze Tafel Milka vernichtet, da mein “Photography By Design”-Kurs am George Browm College gecancelled wurde, da nicht genügend Leute zusammengekommen sind. Übrigens hat der Zoll tatsächlich eine Tafel Traube-Nuß Schokolade geklaut! Nun muss ich schauen, wie ich das Geld wieder bekomme, da ich mich online registriert hab, d.h. nächtse Woche ein Bankkonto eröffnen, das brauch ich sowieso wegen dem Gehalt.
Abends war ich auf einer Gedichtslesung in einer kleinen Bar, hab leider so gut wie kein Wort verstanden. Englisch-Sprack-schwere-Sprack.
Nach Kanada sollte man sowieso nicht kommen, wennn man sein Englisch verbessern will: Die meisten Leute hier sprechen mit (starkem) Akzent oder können Englisch so wenig wie man selbst. Und in der Stadt/U-Bahn ist Englisch die Sprache, die man am wenigsten hört, dafür alle anderen mögliche und unmögliche Sprachen. Ich seh schwarz für mein Englisch.
Das Paket ist endlich angekommen, allerdings war es vom Zoll aufgemacht worden und ich glaube, dass eine Tafel Traube-Nuss Schokolade fehlt, falls es 5 Tafeln waren!!!
Abends war ich dann mit dem Fahrrad unterwegs:
Nachtbilder .
Komme gerade von meiner ersten GIS-Vorlesung zurück. Um diese späte Uhrzeit war ich auf der Hinfahrt noch nicht Downtown: Ganz schön viele Menschen unterwegs und ganz schön viele Studenten auf dem Campus. Ich hab in der Vorlesung zum Glück Alles gut verstanden, aber ich war ziemlich müde, weil ich schon um 4.15 Uhr jeden Tag aufstehe und um 6.45 Uhr zu Arbeiten anfange, bis um 15.30 oder 17.Uhr, da ich Überstunden brauche, damit ich mal ein langes Wochenende machen kann und mit dem Bus nach Ottawa reisen kann.
Hier ist die Homepage zu dem Kurs, den ich mache: Costumizing GIS Software. Als Benutzernamen muss man geotemp eingeben und als Passwort 789geo.
So und heute war ich soo müde, dass ich auf Arbeit fast eingeschlafen wäre, d.h. ich sollte am nächsten Wochenende wirklich mal ausschlafen.
Abends hab ich dann meinem Fahrrad Auslauf gegeben.

Das Foto zeigt auch die Rückseite und den Garten des Hauses in dem ich wohne. Und der Mann am Esstisch ist der Japaner, der von meiner Vermieterin jeden Tag bekocht wird.
Das Fahrrad hab ich Second Hand in einem Fahrrad Laden bekomemn, für 115 $, wenn es zu kalt wird kann ich es wieder zurückbringen und bekomme ca. die Hälfte des Geldes wieder (je nach Zustand). Aber das Fahrrad ist gut in Schuß und hat 7 Gänge. Ein Schloss hab ich von Matthias bekommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht heute wieder Fahrrad zu fahren.
Sonntag 11. September - Filmfestival
Also heute musste ich wieder früh aufstehen, den wir hatten Karten für einen Film der auf dem Film Festival gezeigt wird gekauft, um 12.45. Es war “Summer in Berlin” oder der deutsche Titel “Sommer vom Balkon” von Andreas Dresen. Der Film war auf Deutsch und nur mit englischen Untertiteln. Zu der Auffuehrung kamen der Regisseur und der Produzent. Bevor der Film anfing haben sie erzählt, dass der Film heute zum 2. Mal gespielt wird und auch erst vor 2 Wochen fertig geworden wäre. Der Film war dann ganz nett (Nadja Uhl hat da mitgespielt) und am Ende kamen nochmal Regisseur und Produzent vorne hin und man durfte fragen stellen. Matthias hat natürlich auch eine Frage gestellt, war dann aber mit der Antwort nicht ganz zufrieden. Der Film lief auch im Wettbewerb um den Viewers Choice Award und man konnte den Film bewerten. Ich war patriotisch und hab die beste Note vergeben (auf kleinen blauen Zetteln, dieman einreissen musste und die dann eingesammelt wurden). Der Film spielte übrigens im Famous Place Paramount Theatre; wenn man das Kino betritt muss man zu den Filmsälen eine ellenlange Rolltreppe in den vierten Stock hochfahren, an einer Glasfassade entlang und von oben hat man einen guten Ausblick.
Dann hab ich mir noch ein gebrauchtes Fahrrad gekauft, dass ich wieder zurückgeben kann, wenn es zu kalt wird, danach war ich noch bei Robin und Matthias und hab dort Abendessen bekommen. Dann war es schon wieder dunkel und zum Glück kann man hier das Fahrrad mit in die U-Bahn nehmen.
Samstag 10. September - Cottage
Das Cottage liegt an einer Bucht (Georgion Bay) am Lake Huron und man muß 2 Stunden mit dem Auto fahren. Eckhart hat es fast ganz allein gebaut und ich finde es sieht ein bisschen wie ein bayrisches Haus aus.

Um 9.30 bin ich zu Eckharts schräg gegenüber Nachbarn in Etobicoke gefahren, bei denen hab ich dann gleich noch ein 2. Frühstück bekommen (Cheese Rühr/Spiegelei mit (Schwarzem) Tee und die Kanadier trinken den Tee gerne mit Milch. Die Nachbarn haben u.a. Chinesische Vorfahren. Im Van hatten auch noch 2 andere Nachbarn die aus China kommen Platz gefunden. Dann sind wir auf dem Highway nach Norden gefahren (auch an Barrie vorbei, wo das Live 8 Konzert stattgefunden hat). Das Cottage liegt ganz nah am Strand in einer kleinen Cottage Siedlung mit Wald drumrum. Das Wasser des Lake Hurons ist in den letzten 2 Jahren um die 5 m zurückgegangen, die einen meinen, dass es mit der Ausbaggerung eines Abflusses zu tun hat, andere meinen die Globale Erwärmung ist daran schuld. Auf jeden Fall ist es da sehr schön. Wir sind nach dem Mittagessen in die nächstgrößere Stadt gefahren: Midland. Und zu einer Wallfahrtskirche (Marthyr´s Shrine) die einigen Missionaren und zum Christentum übergetretenen Indianern, die dann irgendwie ermordet wurden, geweiht ist.
Zum Abendessen gab es leckere Burger und gegrillte Lammsteaks und frische selbstgemachte Pommes. Molly hat mir gezeigt wie man die Kartoffeln mit dem Öl in der Pfanne fritiert, und die Pommes schmecken soooooo gut! Und dann hat Molly noch eine Indische Reis Kreation gemacht (Da sie aus Indien stammt, oder war es Pakistan?) und dann gab es noch chinesischen Mooncake (Mondkuchen (u.a. mit Enteneiern und Nüssen oder roter Bohnen Paste)), das hatten die Nachbarn mitgebracht, da die Chinesen in einer Woche das Mondfest feiern. Und die eine Nachbarin hatte noch so einen chinesischen Reispudding gemacht, der irgendwie 2 Tage fermentiert wurde und naja so hat er auch geschmeckt. Ich hab eh nur ein kleines bisschen davon probiert.
Spät in der Nacht sind wir wieder nach Hause gefahren und morgen sollte ich wieder früh aufstehen müssen.
Das wohl beste Gebäude in Toronto ist das Ontario College of Art and Design. Es sieht aus wie eine fliegende Pizzabox.

Nach der Arbeit war ich noch ein wenig in der Stadt, im Eaton Center (Shoping Paradies), dann bin ich mit dem Streetcar die Queens Street entlang gefahren. Beim Gebäude des City TV Senders, wurden die Pressezelte aufgestellt für das 30. Toronto International Film Festival (8. - 17. Sept.) und ganz viele Security Leute waren da auch. Dann hab ich nach ewiger Suche endlich ein paar Postkarten gefunden, die allerdings nicht so schön sind - ich weiß auch nicht warum es von Toronto nur so wenige und auch keine wirklich schönen Postkarten gibt. Schließlich hab ich zum ersten Mal auf dem Gasherd gekocht und dabei Fernsehen geschaut: in der Küche steht ein kleiner Fernseher.
Mehr Fotos von der fliegenden Pizzabox : > klick<
Heute sind endlich meine Briefwahlunterlagen gekommen: hab sie gleich ausgefüllt und zurückgeschickt. Hab den Postmann auch gefragt wie lange der Brief unterwegs sein wird (mit Luftpost). Er meinte so 7 bis 8 Tage. Das müsste also noch reichen.
LABOUR DAY - Tag der Arbeit
Heute war ein Feiertag und so musste ich nicht arbeiten. Ich traf mich um halb elf mit Matthias, Robin und einem Freund von denen in einem “Grill”, dort haben wir dann ein richtig kanadisches Frühstück gehabt, mit Rührei, Kartoffeln, Speck/Sausages/Schinken und Toast. Danach hab ich erst mal einen Cholesterin-Schock bekommen, nein, aber jeden Tag würd ich das nicht frühstücken wollen. Dann haben wir einer Parade zum Labour Day beigewohnt, die daraus besteht, dass sich die Arbeiter nach ihren Gewerkschaften gruppieren ein bisschen Musik machen und zur CNE marschieren, und kostenlos reinkommen. Wir haben uns dann einfach einer Gruppe angeschlossen und sind somit ebenfalls kostenlos in die Canadian National Exhibition reingekommen, deren letzter Tag heute war. (Wir waren nicht die Einzigen, die das so gemacht haben, der normale EIntrittspreis wäre ungefähr 10 $ gewesen.) Die CNE ist so eine Mischung aus Landes-Messe, Rummel und Liveshows, die seit 1961 immer auf dem selben Gelände in Toronto stattfindet. Wie Maimarkt und die Mannemer Mess in einer Veranstaltung. Es wurden auch Tiere ausgestellt und bei den Kühen, hat eine Frau mit Mikrophon Sachen über die Milch erklärt und Fragen beantwortet, da haben wir gefragt wie den Buttermilch hergestellt wird: also, da ist kein Fett drin, wie in Deutschland auch, aber das Verfahren ist etwas anders, deswegen schmeckt sie etwas anders.
Dann haben wir noch eine kombinierte Eiskunstlauf Show (so was wie Holiday on Ice) und Akrobatik Show geschaut und die Superdogs (Hunde Agility Show).
Heute war ich wieder alleine unterwegs, und zwar im Tommy Thompson Park, einer langgestreckten Halbinsel vor der Stadt. Ich war zwar so ungefähr die einzige Person ohne Fahrrad oder Inlineskates, denn es war wirklich eine lange lange lange Strecke. Aber ich bin trotzdem bis ganz zum äußersten Punkt, einem kleinen Leuchtturm gelaufen und wieder zurück und danach noch in einen anderen Park von den aus ich den Sonnenuntergang verfolgt habe.

Wieder in der Wohnung gab es eine kleines Barbecue zum Abschied meiner Venezuelanischen Mitbewohnerin, die bald auszieht. Da hab ich auch die anderen kennengelernt, die in dem Haus wohnen: ein Japaner aus dem zweiten Stock und eine Kanadierin, die schon einige Jahre in Australien gelebt hat, und die sich mit meiner Vermieterin den Keller teilt.
Die Park und Sonenuntergang Fotos gibt es ab >hier<
Mal wieder schönes Wetter heute. Mittags bin wieder in den High Park gefahren und hab ein paar Fotos gemacht. >High ParkFotos<

Dann ans Seeufer, wo eine Flugshow anläßlich der National Exhibition war, sogar mit Düsenjets, die beängstigende Loopings nahe über der Wasseroberfläche geflogen sind. Dann weiter zur Mündung des Humber Rivers, über die die Humber Bridge führt. Schließlich hab ich ein paar nette Fotos von unter der Highway Brücke über den Humber River gemacht. Gestört hat nur ein Man in einem Speedboat, der immer wieder an mir vorbei gefahren ist und ich denk noch die ganze Zeit “was will der Arsch?” schließlich war ich fertig mit Fotografieren und will weiter gehen, da kommt er ganz nah ans Ufer ran gefahren und fragt mich was ich da machen würde. Jetzt seh ich erst, dass auf dem Boot “Police” steht. Naja, dann hab ich halt gesagt ich mach artistic Fotos von der Brücke, naja dann wollte er noch genau wissen welche Art von Fotos und hat gemeint dass es interessant sei und mir noch einen nice day gewünscht. Der hat bestimmt gemeint ich wäre von Terroristen geschickt worden, um Fotos von den Brückenfundamenten zu machen, um rauszufinden, wie man dort am besten Bomben anbringen kann. Schließlich hab ich mich um 5 mit Matthias zum Essen getroffen, diesmal koreanisch und diesmal hab ich mit Stäbchen (chop sticks) gegessen. Dann ham wir Robin getroffen und sind ins Kino gegenagen (Broken Flowers mit Bill Murray). Dann waren wir noch kurz in einem Restaurant und ich hab ein Eis gegessen. Schließlich ist Matthias noch mit mir zum östlichen Ufer gelaufen zu the Beaches. Leider war alles dunkel, nur die Skyline konnte man gut sehen.
Hallo, übrigens hab ich jetzt auch endlich Buttermilch gefunden. Die gibt´s hier nur im 1 Liter Tetrapack. Die schmeckt nicht so sauer und sie schmeckt als ob da so viel Fett wie in Sahne drin wäre. Ich muss mir das Etikett mal genauer ansehen, vielleicht verstehen die unter buttermilk doch was anderes als wir.
Und dieser Service hier ist fantastisch: ich komm heim und mein Zimmer ist frisch geputzt, mein Bett ist frisch bezogen und meine Kleider liegen frisch gewaschen, gebügelt und zusammengelegt auf dem Bettende. Da sag ich nichts mehr. Jetzt fehlt nur noch der Kochservice! Der Herd hier ist ein Gasherd, bei dem die Flamme automatisch angeht. Ich hab hier noch nichts gekocht. Aber jedesmal wenn ich am Herd vorbeigehe denke ich: oh Gott hier riechts nach Gas, ist das Ding nicht richtig zugedreht????
Das MapArt Büro liegt haargenau in der Einflugschneise des Flughafens, ganz nahe am Flughafen, so dass an der Bushaltestelle die Flugzeuge ziemlich tief direkt über mich fliegen. Jedesmal dann wenn ich ein Flugzeug sehe oder den Lärm höre denke ich ans (nach Hause) Fliegen und an die Flughafenathmosphäre: Reisende, schwere Koffer, lange Gänge, Luxuriöse Shopping Boutiquen, Sicherheitskontrollen, große Hallen, Schalter…..Geldwechel Schalter, Selbstbedienungsrestaurants, uns so weiter und sofort.
Achja, und ich hab auch eindlich eine Karte von Toronto bekommen, die wer ich jetzt gleich an die Wand hängen.
Noch ein “lauf dich kaputt” Tag. Eigentlich wollte ich ja heute auf den CN Tower, aber morgens hat es noch geregnet und mittags war es dunstig. Nachdem ich meine Quaker Oats gefrühstückt habe, bin ich zu Matthias gefahren und hab Fotos gezeigt bekommen, von dem Jahr, in dem er in Mannheim studiert hat. Dann sind wir im indischen Viertel, in der Nähe von seinem Haus, indisch essen gegangen, inklusive indischem Nachtisch.
Danach hat Matthias seine Squash-Sachen ins YMCA (Sportzentrum) gebracht (jetzt wissen wir auch alle worum es in diesem berühmten Lied geht), da er später noch Squasch spielen geht. Dann waren wir verzweifelt auf der Suche nach Buttermilch, da ich ohne sie nicht leben kann. Leider war die Suche erfolglos, obwohl man das hier eigentlich kaufen können müsste.
Schließlich sind wir in die Gallerie für zeitgenössische Kunst (Contemporary Art Gallery) in der Queens Street gegangen. Dort lief u.a. innerhalb einer Videoinstallation ein Video, indem ein Künstler in einem Museum in Berlin Farbe (oder sein eigenes Blut) an die Wand hinter einer berühmten Skulptur schmeisst und dann von den Museumswächtern abgeführt (rausgetragen) wird und dabei auf deutsch und englisch “Dies ist keine Ausstellung, dies ist ein Polizeirevier!” schreit. Als Matthias und ich uns lustig machten, dass der ja deutsch spricht, kommt der Künstler himself plötzlich aus einer Ecke und erklärt was er da gemacht hat. Der Künstler nennt sich Kantor, oder so ähnlich, sieht sehr nach Künstler aus (hochstehende lange blondierte Haare und abgefahrene Klamotten). Er hat dieses Attentat im Oktober 2004 gemacht und es wäre ganz groß in den Medien gewesen. Naja da muss ich wohl im Oktober geschlafen haben. (Nachtrag: hab mal im Internet geschaut, und tatsächlich was gefungen http://www.tagesspiegel.de/tso/aktuell/artikel.asp?TextID=44728 und hier mit Foto http://www.ctv.ca/servlet/ArticleNews/story/CTVNews/1078941406505_9?hub=TopStories
Dann waren wir noch in einer anderen Galerie mit ein paar schönen Industrie-Nacht-Fotos von Toronto. (Deshalb lasss ich mir auch jetzt mein Fotostativ schicken, dass nicht mehr in den Koffer gepasst hat, da einer meiner 2 Koffer voller Gastgeschenke war).
Danach sind wir eine Ewigkeit durch die Gegend gelaufen um zum High Park zu kommen, ein wirklich schöner Platz (Fotos werdne irgendwann folgen). Mir tun jetzt noch die Füsse und die Wadenmuskeln weh (auch von gestern). Aber zum Glück kann ich morgen endlich mein Monatsticket benutzen, dass ich vorhin gekauft hab und kann dann immer mit Subway, Streetcar oder Bus fahren.